16
09

Global Economic Symposium – eine Herausforderung für unsere Schule

Das Angebot kam im Jahr 2011: Das renommierte Institut für Weltwirtschaft, bis vor kurzem noch im Sachverständigenrat der Bundesregierung vertreten, offerierte zwei Kieler Gymnasien, der Humboldt-Schule und dem Gymnasium Wellingdorf, die Teilnahme am jährlich stattfindenden Global Economic Symposium. Dahinter verbirgt sich einer der weltweit wichtigsten Kongresse von international  forschenden Wirtschaftswissenschaftlern und maßgeblichen Vertretern des öffentlichen Lebens. Sie kommen einmal jährlich zusammen, um aktuelle und zukünftige Wirtschaftsfragen zu diskutieren, ökologische Probleme mit einzubeziehen und soziale Fragen zu beleuchten. Das veranstaltende Institut fungiert in jedem zweiten Jahr als Gastgeber in Kiel, und in dem dazwischen liegenden Jahr richtet es die Veranstaltung an einem ausländischen Ort aus, vorzugsweise in Schwellenländern.Für das Institut und seinen damaligen Vizepräsidenten Prof. Dr. Langhammer lag es deshalb nahe, besonders im Hinblick auf die zukünftige Entwicklungen, Problemlösungen und Visionen die junge Generation mit einzubeziehen, und gern ließen sich die angesprochenen Oberstufenschüler der beiden erwähnten Gymnasien auf das Angebot ein.Im Oktober war es so weit. Acht Schülergruppen der beiden Schulen hatten sich Spezialaufgaben verschrieben, die sie prägnant nach einem Konzept vorstellten: Problembeschreibung, Ursachen und Lösungsvorschläge. Diese wurden zur Diskussion gestellt, und gespannt erwarteten die Schülerinnen und Schüler die Reaktion der Wissenschaftsexperten. Die Themenpalette war weit gesteckt: Von den „Seltenen Erden“ bis hin zur besseren Ausbildung afrikanischer Kinder und Jugendlicher wurden Entwürfe erarbeitet und vorgestellt, allesamt in englischer Sprache, der Verkehrssprache des Kongresses.Der Präsident des Instituts, Prof. Dennis Snower, war mehr als zufrieden. Das Ergebnis: Im darauffolgenden Jahr sollten zwei Schülerinnen (eine Humboldt-Schülerin und Joana Hansen als Wellingdorferin) am Global Economic Symposium in Rio de Janeiro teilnehmen und den Dialog fortsetzen. In Begleitung des Wirtschaft-Politik-Lehrers Walter Tetzloff flogen die beiden im Oktober 2012 nach Brasilien und konnten – nun in exotischem Ambiente – ihre sozialpolitischen Vorschläge den internationalen Teilnehmern vorstellen.Es zeigte sich in diesem Jahr, dass die Wellingdorfer und die Humboldt-Schüler Pionierarbeit geleistet hatten. Denn nunmehr sind es acht schleswig-holsteinische Schulen, die am diesjährigen Global Economic Symposium (nun wieder in Kiel) teilnehmen. Im Oktober ist es so weit: Acht Schülerinnen und Schüler stellen ihre Konzepte vor: Diesmal geht es um die Behebung der Eurokrise und die Beendigung der Piraterie sowie der Überfischung der Meere.Unsere Schule freut sich über die Kooperation mit dem Institut für Weltwirtschaft, der zweiten namhaften wissenschaftlichen Einrichtung in Kiel neben dem Geomar-Forschungsinstitut, mit dem sich eine lohnende Zusammenarbeit entwickelt hat.

Walter Tetzloff

zur Homepage des Global Economic Symposium

vom 16.09.2013

Vorheriger BeitragNächster Beitrag