Präventionskonzept

Soziales Lernen am Gymnasium Wellingdorf

In erster Linie wollen wir dafür sorgen, dass unsere Schüler und Schülerinnen sich an unserer Schule wohlfühlen. Ziel ist also, dass sie innerhalb der Klassen gut miteinander auskommen, dass niemand ausgegrenzt wird und dass Konflikte konstruktiv gelöst werden.

Dazu sollen die verschiedenen Bausteine unseres Präventionskonzeptes beitragen:

In den Klassen 5 – 7 findet regelmäßig eine Klassenlehrerstunde statt, in der das soziale Lernen gefördert wird. Zu dem von Lehrkräften gemeinsam entwickelten Curriculum gehören Kennenlernen und Gruppenfindung, Klassenregeln, konstruktive Konfliktlösung und der gemeinsame Klassenrat.

Die Schülerpaten sind Schüler und Schülerinnen der 10 und 11. Klassen, die die 5. und 6. Klassen betreuen.

Sie sind Ansprechpartner und Vorbilder für die Jüngeren. Die Paten sind in Teams von 2 bis 4 Schülern für je eine Klasse zuständig und gestalten eigenständig Patenstunden. Das macht nicht nur den Kindern in der Orientierungsstufe Spaß, auch die Paten profitieren, denn sie werden speziell ausgebildet und sie sammeln Erfahrungen im Umgang mit Jüngeren.

 

Außerdem gibt es seit einiger Zeit Handyscouts aus dem 10. Jahrgang, die „Handynetten“, die den 5. Und 6. Klassen die sinnvolle Nutzung von Handys näherbringen. Immer jüngere Schüler und Schülerinnen besitzen internetfähige Handys und können oft völlig unbeobachtet von ihren Eltern ins Internet und mit anderen z.B. über WhatsApp kommunizieren. Diese Art der Kommunikation geht erfahrungsgemäß leicht schief, wenn sie nicht – wie auch der direkte Umgang mit anderen – erlernt wird. Hierfür wollen die Handyscouts Vorbilder sein und Tipps und Anregungen geben.

Ergänzend werden in den Orientierungsstufenklassen Elternabende zum Thema „Medien“ organisiert. Eine Medienpädagogin informiert die Eltern über aktuelle Trends, gibt Rat und Hilfestellung und die Eltern können sich austauschen. Im 6. Jahrgang wird ein Medienprojekttag organisiert. Die Kinder beschäftigen sich mit ihrer eigenen Mediennutzung und stellen dies am Abend ihren Eltern vor. So kommen Kinder, Eltern und Lehrer ins Gespräch und der Nutzen, aber auch die Risiken von WhatsApp, Facebook & Co werden angesprochen.

In Zusammenarbeit mit der Stadtmission werden zur Suchtprävention zwei Maßnahmen durchgeführt:

Die 7. Klassen nehmen an „Weniger ist mehr“ teil. Die Schüler und Schülerinnen entscheiden sich für etwas, auf das sie 2 Wochen lang verzichten. Das können Süßigkeiten sein, Computerspiele, fernsehen oder auch übermäßiges chatten. Auch wenn es nicht um „echte“ Suchtmittel geht, merken viele bei dieser Aktion, wie schwer es ist, auf liebgewonnene Gewohnheiten zu verzichten.

In den 9. Klassen findet immer im Juni das Projekt „Kieler Woche – volle Woche??“ statt, um die Schüler und Schülerinnen für die Folgen übermäßigen Alkoholkonsums zu sensibilisieren.

Wir freuen uns, dass wir seit einiger Zeit eine Schulsozialarbeiterin haben, die zu bestimmten Zeiten Schülern, Eltern und Lehrkräften beratend zur Seite steht. Sie führt bei Bedarf außerdem zusammen mit den Klassenlehrkräften Aktivitäten zur Stärkung der Klassengemeinschaft und zur Mobbingprävention durch.

Darüber hinaus trifft sich die Arbeitsgruppe Prävention regelmäßig, in der Schüler, Eltern und Lehrkräfte das Präventionskonzept gemeinsam weiterentwickeln. Eine Reihe von Lehrkräften bildet sich regelmäßig weiter. So haben wir z.B. vor kurzem gemeinsam ein Mobbing-Interventionskonzept entwickelt. Denn überall, wo viele Menschen zusammen sind, gibt es auch unsoziales Verhalten, wichtig ist jedoch, vorzubeugen und für ein gutes Schulklima zu sorgen und angemessen zu reagieren, wenn etwas nicht so gut läuft.

S. Temming

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