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Sieger des Wettbewerbs für die Neu-Gestaltung des Innenhofs

Wie auch in den Kieler Nachrichten (hier ein Link zum Zeitungsartikel) zu lesen war, ist der Entwurf von Celina Bengtson, Luca Marie Onur und Lea Stein von der Fachkommission ( Reiner Maria Borchard als emeritierter Prof. für Gestaltungsfragen an der Muthesius-Kunst-Hochschule, Jan Doose vom Grünflächenamt Stadt Kiel, Dr. Jörn Wagner als Gartenarchitekt und Landschaftsplaner) als bester und geeignetster Vorschlag zur Umsetzung empfohlen worden. In ihrem Kommentar erläutern die drei Siegerinnen ihre Ideen:

„Alles begann zunächst mit der gestellten Aufgabe von Frau Kohlscheen, den Innenhof anhand einer GWL im Profilfach Kunst neu zu gestalten. Wir als Schüler sahen dies als große Chance an, unsere eigenen kreativen Ideen mit einzubringen und einen einladenden Ort in der Schule zu schaffen. Uns schossen sofort viele Ideen durch den Kopf, welche jedoch nicht alle umsetzbar waren, weshalb wir uns auf einige wenige beschränken mussten.
Uns war jedoch von Anfang an bewusst, dass wir Platz schaffen mussten und möglichst viel Gestrüpp bzw. schon sich verbreitende Pflanzen entfernen wollen. Um mehr Sitzmöglichkeiten für die Schüler zu schaffen und es ihnen zu ermöglichen, bei schönen Wetter auch draußen zu essen und gleichzeitig auch noch den Abhang vor der Cafeteria mit zu integrieren, kamen wir zu dem Entschluss, eine Terrasse zu kreieren. Sie soll abstufende Sitzgelegenheiten auf dem Abhang besitzen, da uns das Forum auf dem Schulhof in ähnlicher Form inspiriert hat. Als Mobiliar haben wir uns für Tische und Stühle aus Metall entschieden, da diese besonders wetterfest sind und daher nicht so schnell sichtbare Schäden davontragen. Im Modell haben wir diese Möbel zunächst aus Pappe mit Alufolie gebastelt und die Beine mit einem Holzstück dargestellt. Zudem fanden wir, dass sich Waschbetonplatten gut als Boden für eine einladende Terrasse eignen würden, welche wir mit kleinen Kieselsteinen dargestellt haben. Die zur Cafeteria führende Treppe wollten wir beibehalten und haben aus diesem Grund nur die Platten für ein schöneres Gesamterscheinungsbild geändert. Für Tage mit schlechten Wetterbedingungen dachten wir, es wäre sinnvoll, einen Pavillon aufzustellen, welcher für Schutz vor Regen sorgt oder zur Unterbringung von Gegenständen, wie z.b einem Grill. Allerdings könnte man im Pavillon auch weitere Sitzgelegenheiten für Schüler und Lehrer schaffen. Den Pavillon haben wir im Modell mit einer großen, rötlichen Kleberollen dargestellt, in der wir kleine Fenster reingesägt haben. Als Dach haben wir rötliches Polier- bzw. Schleifpapier benutzt. Um den Korkenzieherhaselbaum ein noch schöneres Erscheinungsbild zu beschaffen, wünschen wir uns eine Baumbank, inspiriert durch den Asmus-Bremer-Platz und bieten den Schülern gleichzeitig ein schattiges Plätzchen mit möglicher Sicht auf das Denkmal und allen anderen Elementen des Gartens. Inspiriert durch den Religionsunterricht bei Frau Gremmel, in welchem wir Symbole und Zeichen durchnahmen, kam uns der Gedanke, den Garten mit mehreren asiatischen Elementen auszuschmücken. Vor allem der Shinto Torii, ein hölzerner (im Modell auch aus Holz, welches rötlich bemalt wurde) Torbogen, welcher aus der sich zu Japans Volksreligion entwickelnde Schintoismus stammt, spiegelt den Stil eines harmonischen Umfeldes perfekt wider. Um das Denkmal, welches im Modell durch ein Holzstück mit grauer Farbe gezeigt wird, angemessen zu würdigen und zu ehren, beschlossen wir, es durch die asiatischen stilgetreuen Pflanzen, in diesem Fall Blutgras(aus einer Plastikpflanze, welche zum Teil rot bemalt wurde) und Bambus(aus feinen Sträuchern) in Szene zu setzen und aufrecht zu platzieren. Die Zeitschrift „Mein schöner Garten spezial Januar 2013“ inspirierte uns mit dem asiatischem Stil. Wir haben uns für einen geschwungenen Sandweg (aus grobem Schleifpapier), welcher die gesamte obere Ebene durchläuft entschieden, da er hervorragend mit der natürlichen Umgebung harmoniert. Der Rest der oberen Ebene wollen wir mit Kieseln aufschütten, um den Pflanzen ihren Freiraum zu überlassen. Um sich auch mal zurückziehen zu können und dem stressigen Schultag zu entfliehen, haben wir uns, durch die Schwentine inspiriert, Liegen(aus angemalter Pappe) in den Grundfarben überlegt, welche zur Entspannung dienen. Die Plastik, welche eine Schlange (aus Verzierwachs) darstellt, passt exzellent zu unserem Themenbereich in Kunst und ist ein Symbol der asiatischen Kultur. Es gibt bereits eine derartige Schlange aus Mosaik an der Schwentine neben der alten Mühle. Uns kam die Idee, eine Lorbeerhecke zu pflanzen, welche eine schlichte und klare Erscheinungsform hat und gleichzeitig die weniger schönen Rohre verschwinden lässt. Für ebenso sinnvoll hielten wir es eine kleine Kräuterecke(aus kleinen, grünen Glitzersteinchen) an dem kleinen Abhang anzulegen, welcher womöglich auch in der Schulküche seinen Nutzen finden würde(2x Basilikum, 2xThymian, 2xRosmarin). Davor stellen wir uns der Minikiwipflanzen (aus drei Kunststoffblättern) vor, die sehr kälterobust sind und wenig Sonne benötigen. Diese schmecken mit Sicherheit köstlich. Außerdem stellen wir eine Bank aus Holz vor den Kräuterabhang. Unser Zwergapfelbaum, welcher zwischen dem Pavillon und dem Denkmal steht, ist eine bestimmte Sorte von Apfelbaum, da er nicht besonders groß wird und somit auch nicht die anderen Bestandteile des Gartens einschränkt und keine allzu großen Schatten werfen kann.Vor dem Eingang des Pavillons sind auf gleicher Ebene Pampasgraspflanzen als kleine Verzierung gesetzt. Gegenüber der Eingangstreppe(aus grauer Pappe), bei welcher wir die alten Platten erneuert haben, befinden sich vier Rhododendronpflanzen nebeneinander aufgereiht. Drei davon erstrahlen im schlichten Weiß und vermitteln Ruhe und eine rötliche sorgt für einen warmen Akzent. Insgesamt sind alle unsere ausgewählten Pflanzen pflegeleicht, winterhart, selten zu gießen und benötigen nicht zu viel Sonne. Außerdem passen sie zu unseren asiatischen Stil. Um Akzente zu setzen, bleiben wir hauptsächlich bei der Farbe Braun-Rot, da sie wie gesagt eine warme Farbe ist und somit Entspannung und Wohlbefinden vermittelt und eine typische Farbe für asiatische Elemente ist. Letztendlich kann man über unseren Garten sagen, dass dieser das Motto „weniger ist mehr“ beinhaltet und einen Stilbruch aus modernen gestalterischen Mitteln und traditionellen asiatischen Bestandteilen aufzeigt.Trotz der schlichten Gestaltung finden wir, dass der Innenhof sehr eindrucksvoll und besonders individuell, fast schon außergewöhnlich wirkt. Wir hoffen unsere Ideen finden auch bei Ihnen Zuspruch und lösen ebenfalls Begeisterung aus.“

Celina Bengtson, Luca Onur, Lea Stein

vom 01.03.2016

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