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YES! to our future

Teilnahme des Wellingdorfer Teams am YES! Wettbewerb der ZBW und der Joachim-Hertz-Stiftung

Etwas verändern in der Welt. Will das nicht jeder? Seinen Fußabdruck in der großen weiten Welt hinterlassen? Leichter gesagt als getan. Um diesem Ziel einen Schritt näher zu kommen, haben wir, 12 Schüler und Schülerinnen der UIa (12. Klasse) hier am Gymnasium Wellingdorf, uns dazu entschieden, am YES!- Young Economic Summit teilzunehmen.

Unser Team: Julian, Jan-Niklas, Lea, Aylin, Eduard, Marie, Johanna, Marleen, Clara, Sophie, Michel und Ali (v.l.)

Auf den Geschmack gekommen sind wir durch Erfahrungsberichte unseres WiPo-Lehrers Herrn Rohm und der Gruppe unserer Schule von letztem Jahr aus dem Abschlussjahrgang.

Das YES! ist ein Wettbewerb, in dem es darum geht, als kommende Generation zu globalen wirtschaftlichen Problemen praktikable Lösungsvorschläge zu erarbeiten. Innovation, Kreativität und Teamwork, das sind die Schlagworte, die das YES! auszeichnen. Im September 2016 werden die Lösungsvorschläge dann vor einem 400-köpfigen Fachpublikum in englischer Sprache präsentiert und über den besten Vorschlag abgestimmt. Im letzten Jahr hat das Team vom Gymnasium Wellingdorf mit der außergwöhnlichen Idee des Plasktiktütenpfands gewonnen, und es ist unser Ziel, in ihre Fußstapfen zu treten.

Doch zurück zu uns: In der Kickoff- Veranstaltung im Februar als Startschuss des Wettbewerbs haben wir uns für das Thema „Libertarian Paternalism and Choice Architecture- Nudging People into the right direction“ entschieden. Was verbirgt sich hinter diesem zugegebenermaßen ziemlich langen und kompliziert klingenden Titel?

„Nudging ist interessant und umfasst mehr Ebenen als nur Wirtschaft oder Nachhaltigkeit.“ (Julian, YES!- Gruppe)

Nudging bedeutet so viel wie „Anstupsen“ und ist im Jahr 2008 durch die Wissenschaftler Sunstein und Thaler populär geworden.

„Der Mensch handelt nicht rational.“ (Richard Thaler, Cass Sunstein)

Es geht primär darum, das Verhalten von Menschen zu beeinflussen, ohne dabei auf Verbote und Gebote zurückgreifen oder ökonomische Anreize verändern zu müssen. Der Mensch treffe laut den Begründern des Nudging keine rationalen Entscheidungen, sondern lasse sich dabei unbewusst beeinflussen. Damit ist gemeint, dass Menschen sich durch das Verändern der äußeren Bedingungen anders entscheiden, und zwar für die „richtige“ Richtung. Doch was ist eigentlich „richtig“? Genau diese Frage wird seit mehreren Jahren in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert. Manche sind der Meinung, Nudging sei Manipulation, andere halten Nudges für eine geeignete Alternative, Alltagsprobleme zu lösen. Selbst Frau Merkel ist Feuer und Flamme und hat Personal für das Thema Nudging eingestellt.

Die Erfinder des Nudging sind überzeugt:

„Choice Architecture enables us to be free.“ (Cass Sunstein)

Nudging umgibt uns unbewusst bereits jetzt in vielen Lebensbereichen: Die Fußballtore in Pissoirs auf Männertoiletten, um die Treffsicherheit und somit die Hygiene zu verbessern, Schockbilder auf Zigarettenpackungen und schließlich die Anordnung der Lebensmittel in Cafeterien, das heißt, Gesundes vorne, Fast Food schwer erreichbar hinten.

Es ist auch unser Ziel, ein Alltagsproblem zu finden und durch innovative Ideen zu verbessern.

Unsere Erfolgsstrategie: Spaß an Innovation, Lust auf Veränderung und kreative Gruppenarbeit.

Wir gehen motiviert an den YES!-Wettbewerb heran und freuen uns darauf, unsere Schule in diesem Projekt zu vertreten. Dabei werden wir von unseren Lehrern, insbesondere im Rahmen des Wirtschaft/Politik- Unterrichts mit Herrn Rohm, tatkräftig unterstützt. Wir freuen uns auf die kommenden Monate voller Ideen, Begegnungen und Auf und Abs.

Seinen Fußabdruck in der Welt hinterlassen? Wir geben unser Bestes!

 

Für weitere Informationen: http://www.young-economic-summit.org/

 

vom 24.05.2016

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